humanesRECHT & OPEN JUSTICE - Recht versus Gerechtigkeit - jus versus justitia

humanes Recht
& OPEN JUSTICE

Die Rechtsprechung verdeutlicht
das wahre Gesicht jeder Gesellschaft.

 
 

Recht versus Gerechtigkeit
jus versus justitia

Die Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 formuliert:
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. [...] Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen."

Von Platon (Politeia 444c) stammt der schöne Vergleich, dass die
Gerechtigkeit für die Seele das sei, was die Gesundheit für den Leib darstellt, und
Ungerechtigkeit für die Seele das bedeute, was Krankheit für den Leib.

up downZum Gerechtigkeitsverständnis:

Gerechtigkeit spielt wenigstens dem Namen nach in allen möglichen Bereichen moderner Gesellschaften eine mehr oder minder wichtige Rolle: Die Ökonomie spricht – oder sollte es tun – von Verteilungsgerechtigkeit oder einem gerechten Steuersystem; auch in der Gesundheitspolitik wäre Gerechtigkeit gefordert; zB keine Zweiklassenmedizin, ein Recht auf Gesundheit für alle, nicht nur für Zusatzversicherte und Reiche. Und überhaupt wird, wenn auch immer seltener, gesellschaftspolitisch soziale Gerechtigkeit eingemahnt. Auf die Gerechtigkeit zurückgegriffen wird mitunter auch in den Debatten um eine angemessene Entwicklungshilfepolitik zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden, zwischen Jung und Alt (sog Generationenvertrag, Renten und Arbeitsmarktproblematik) oder im Rahmen der Bemühungen um Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern.

up down"Rechtsidee" und "Rechtsbegriff"

Wenn wir heute von der "Rechtsidee" sprechen und damit die Orientierung des Rechts(denkens) am hohen Ziel der Gerechtigkeit meinen, sollten wir uns des Umstandes bewusst sein, dass diesem Denken Platons Ideenlehre zugrunde liegt, die in diesem Feld ihre Aktualität bewahren konnte.
Auf das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit passt in der Tat Platons bildhafter Vergleich im 7. Buch seiner "Politeia" (Höhlengleichnis) gut, wonach sich "Idee" und ihr "reales Abbild" in der Wirklichkeit unterscheiden und das Abbild, das Urbild nie zu erreichen vermag. So verhält es sich auch mit dem Recht und der Rechtsidee: Menschliches Recht vermag bestenfalls gute Annäherungswerte an die Rechtsidee zu erreichen, nicht aber diese selbst, denn das würde bedeuten, eine absolute Gerechtigkeit verwirklichen zu können. Das aber erscheint - jedenfalls bis auf weiteres - unmöglich. Denn wie G. Radbruch formulierte:
"Recht ist Menschenwerk und kann wie jegliches Menschenwerk nur aus seiner Idee begriffen werden"; Rechtsphilosophie 11.

Irren ist menschlich – daher ist ein Versagen infolge eines Irrtums auch nicht zu verurteilen, denn wo gearbeitet wird, da passieren auch Fehler.

Wesentlich ist es jedoch, dass solche Fehler korrigiert werden und der, dem diese Fehler passiert sind, daraus für die Zukunft lernt und sie nicht wiederholt.

up downVorsatz

liegt dann vor, wenn jemand im vollen Bewusstsein um unwahre oder auch unwahr dargestellte Tatsachen diese wider besseren Wissens trotzdem weiter behauptet, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

  • Vorsätzlich handelt, wer bewusst und gewollt Unrecht begeht - bewusster Vorsatz bzw.
  • wer beim rechtswidrigen Handeln oder dem bewusstem Unterlassen rechtskonformer Handlungen nach üblicher Lebenserfahrung nicht behaupten kann, den Schaden nicht vorausgesehen und diesen damit billigend in Kauf genommen zu haben - bedingter Vorsatz.
  • Vorsätzlich handelt im Sinne des Strafrechts, wer schon im Zeitpunkt seines Versuchs es für wahrscheinlich hält, dass durch sein Verhalten die Tatbestände der Straftat verwirklicht wer